Die Hochries ist wohl einer der bekanntesten Berge im Chiemgau und weit bekannt. Dementsprechend beliebt ist die Wanderung auf die Hochries. Das liegt bestimmt an dem super Ausblick und der unzähligen Aufstiegsrouten. Am Gipfel befindet sich die Hochrieshütte. Fürs leibliche Wohl ist aber auch unterwegs gesorgt, denn auf fast allen Aufstiegsrouten befinden sich weitere Einkehrmöglichkeiten. Die Bergstation der Hochriesbahn befindet sich kurz unterhalb des Gipfels. Zumal die Ausblicke in Alle Richtungen atemberaubend sind.

Sonnenuntergang

Die Hochries

Die Hochries ist ein 1569m hoher Berg am Rand der westlichen Chiemgauer Alpen. Vom Gipfel bietet sie ein hervorragenden Rundblick über den Landkreis Rosenheim, sowie auf das Inntal und die umliegenden Berge. Bis hin zum Großglockner und den Zentralalpen. Mit der Hochriesbahn kann man die 900hm von Grainbach am Samerberg bis zum Gipfel auch ohne Anstrengung überwinden.

Die bewirtschaftete Hochrieshütte befindet sich unmittelbar am Gipfel und lädt zum verweilen ein. Der Rosenheimer Hausberg ist bei Wanderern sowie insbesondere Gleitschirm- und Drachenfliegern sehr beliebt. Am Gipfel befinden sich zudem 3 Webcams, super um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Wanderung auf die Hochries – Meine Sundowner-Route

Der Startpunkt meiner Wanderung auf die Hochries ist Grainbach, ein Ortsteil der Gemeinde Samerberg südöstlich von Rosenheim. Den Parkplatz an der Talstation der Hochriesbahn in Grainbach erreicht man von München aus auf der Autobahn A8 Richtung Salzburg über die Ausfahrt Achenmühle. Samerberg, Grainbach und die Hochriesbahn sind dann gut ausgeschildert. Alternativ gibt es eine Busverbindung von Rosenheim. Der Parkplatz ist kostenpflichtig und kostet 3,00€ /Tag (Stand 23.04.2021)

Weg

Am Parkplatz gehe ich nicht zum Sessellift sondern vorerst ein Stück Richtung Ortsmitte. Bis an den Punkt wo rechts die Hochriesstraße in den Berg abzweigt. Hier gibt es auch eine Wandertafel mit zahlreichen Informationen über den Samerberg und die Hochries. Zum Aufstieg folge ich der Ausschilderung des Wegs 216c über Moserboden und den Seitenalmen auf die Hochries. Für den Abstieg werde ich den selben Weg wählen. Man kann diese Tour aber auch als Rundtour gehen und für den Abstieg dann den Wanderweg 216b nehmen. Dieser führt über das Riesenplateau und die Ebersberger Alm. Bis zur Mittelstation laufen aber erst mal alle Wege 216a+b+c parallel.

Knappe 2 km sind es – durchweg auf geteertem Untergrund und recht steil. Der Weg ist dennoch abwechslungsreich. Immer wieder queren die Bike-Lines des Bikeparks Samerberg. Hier gibts was zu sehen 🙂 Durch Wald und Wiesen erreiche ich nach 20 Minuten die Mittelstation. Hier findet man auch die bewirtschaftete Käseralm und einen Bike-Pumptrack und Spielplatz für Kinder. Ich zweige rechts auf den Wanderweg 216c Richtung Moserboden ab.

Seitenalmen

Der Weg führt mich zuerst nach Westen direkt an der Mittelstation der Hochriesbahn vorbei. Hier muss man bei Auffahrt mit der Bahn von einem Einzel-Sessellift in eine Kabinenseilbahn umsteigen. Aus der Teerstraße ist mittlerweile eine angenehme Forststraße geworden. Auch die Steigung lässt bis zum Moserboden nach, es geht sogar ein wenig bergab. Durch einen Wald gelange ich bis zu den Almen am Moserboden, einer Hochalmwiese am Fuße der Hochries. Nach einem knappen Kilometer habe ich die Wiese passiert und gelange wieder in den Wald. Ab hier beginnt auch der spannende Teil der Tour. Denn aus dem Weg wird jetzt ein steiniger Bergpfad. Dieser führt steil aufwärts und ist mit roten Punkten markiert. Nach unzähligen Steinstufen verlässt der Pfad den Wald und ich gelange auf einen Querweg. Ich biege rechts ab und sehe die Seitenalmen schon. Dem Querweg folgend geht es einige Meter später links ab. Es folgen unzählige Serpentinen hinauf zu den Seitenalmen und weiter.

Aussicht

Da dieser Teil sehr steil ist kann ich recht bald auch erste schöne Ausblicke Richtung Südwesten auf den Heuberg und Kitzstein erhaschen. Vorbei an den Gebäuden der Seitenalmen wähle ich erneut den Abzweig links, Richtung Hochries. Hier beginnt der nächste Steig. Dieser führt langsam wieder in baumreicheres Gelände. Bis zum Grat habe ich schöne Ausblicke auf die Nachbarberge Karkopf und Feichteck. Dann zweige ich ein letztes Mal links ab und erreiche nach ca 600m den Gipfel der Hochries.

Gleitschirm

Am Gipfel angekommen beobachte ich ein paar Gleitschirmflieger, wie sie der untergehenden Sonne entgegenfliegen. Dann setze ich mich in den Windschatten und genieße meine wohl verdiente Brotzeit und ein Radler. Die Hochrieshütte ist zwar aufgrund der aktuellen Bestimmungen geschlossen. Aber im Windfang kann man es sich gemütlich machen. Dort wartet auch ein gefüllter Kühlschrank mit Getränken. Nach einem traumhaften Sonnenuntergang gehe ich auf gleichem Wege wieder Richtung Auto. Eine gute Stunde benötige ich vom Gipfel bis zum Wanderparkplatz.

Sundowner Hochries

Wenn du auch Lust auf einen brutal-schönen Sonnenuntergang von der Hochries hast, dann findest du meine Tour auf Komoot und Instagram zum nachgehen. Falls du eine gemütlichere Route wählen willst empfehle ich dir den Aufstieg von Frasdorf über das Riesenplateau. Dies ist ein durchweg einfacher Wanderweg. Genaueres kannst du auch in meinem Beitrag über die Bergweg Kategorien nachlesen.

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